Schriftform vs. Textform

Schriftform gem. §126 BGB: Vorschrift bis einschließlich 30.09.2009

Ist per Gesetz Schriftform vorgeschrieben, so muss die Urkunde von dem Aussteller eigenhändig durch Namensunterschrift oder mittels notariell beglaubigten Handzeichens unterzeichnet werden.

Ein nicht notariell beglaubigtes Namenskürzel, ein gedruckter, maschineller oder elektronisch erstellter Namenszug genügen nicht, um die gesetzliche Schriftform zu erfüllen. Auch der Satz: „Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig“ genügt nicht der gesetzlichen Schriftform, es sei denn, das Gesetz lässt im Massenverkehr Ausnahmen zu.

Schriftform vs. Textform

 

Textform gem. §126b BGB: Vorschrift ab 1.10.2009

Ist durch Gesetz Textform vorgeschrieben, so muss die Erklärung in einer Urkunde oder auf andere zur dauerhaften Wiedergabe in Schriftzeichen geeignete Weise abgegeben, die Person des Erklärenden genannt und der Abschluss der Erklärung durch Nachbildung der Namensunterschrift oder anders erkennbar gemacht werden.

Im Unterschied zur Schriftform bedarf es hier somit keiner eigenhändigen Unterschrift. Erfasst sind daher Nachrichten per Telefax oder Briefe ohne Unterschrift, E-Mail oder auch SMS.